FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wieviele Akteure und wieviel Programme kann ich buchen?
Da wir alle Programme selbst spielen kann die Anzahl der Akteure bei den Walking Acts unterschiedlich sein, je nach Größe der Veranstaltung.
Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Sie buchen  2-7 Akteure und diese spielen ein bis drei Programme. Oder…
  • Sie buchen zwei Teams mit jeweils 2-5 Akteuren und jedes Team spielt ein bis drei Programme.

Üblicherweise spielen wir ein oder zwei Programme pro Tag. Wir sind ein festes Team von fünf Akteuren und arbeiten seit vielen Jahren mit fünf weiteren „Gastspielern“ zusammen.


Was hat der Kunde für Vorteile, wenn er foolpool bucht?
Mit einer Buchung bekommen Sie ein Team, das das gesamte (Rahmen-) Programm Ihrer Veranstaltung (Einlass, Animation, Show) bespielen kann.

  • Alles aus einer Hand, nur ein Ansprechpartner
  • Mehrere aufeinander abgestimmte Showteile zum günstigen Gesamtpreis
  • Künstler direkt buchen
  • Alle Programme werden von uns selbst gespielt
  • Unser Motto: Ein Team – Eine gelungene Veranstaltung

Seid ihr eine Agentur?
Nein. Alle Programme auf dieser Homepage sind von uns entwickelt und werden von uns (also Armin, Klemens, Marcus, Max und Piko) auch gespielt.


Was kostet ihr?
Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne unsere Gagenliste zu. Eine kurzer Hinweis zur geplanten Veranstaltung (Event, Messe, Kultur, privates Fest) ist hilfreich. Gerne erstellen wir Ihnen, auf Basis unserer Gagenliste, ein individuelles Angebot.


So einen Stundenlohn möchte ich auch haben. Wie kann denn das?
Wer sich diese Frage stellt hat bisher noch nicht viel mit darstellenden Künstlern zu tun gehabt. Absolut verzeihbar. Hier besteht offenbar Aufklärungsbedarf, denn die Gleichung Auftrittszeit = Stundenlohn ist eine Milchmädchenrechnung. Auch wir müssen unsere Gage berechen und viele Details unseres Tagesablaufs sind wichtig.

  • Ausbildung der Akteure
  • Fortbildungen (Workshops, Seminare, Lehrgänge sowohl im Artistik- und Theaterbereich, als auch im geschäftlichen und rechtlichen Umfeld)
  • Entwicklung und Probenarbeit der einzelnen Programme
  • Einarbeitungsphase eines neuen Programms
  • Vermarktung der Gruppe, der Programme und der Künstler
  • Werbemittel (Internet, Druckerzeugnisse, Messestand)
  • Werbemessen und Werbeauftritte
  • Büromaterial
  • Auftrittsvorbereitung (Planen, Packen, Organisation der Akteure)
  • Auftrittsnachbereitung (Kostüme waschen, Requisiten verstauen evtl. reparieren, Auftritt resümieren)
  • Requisitenneubau und Instandhaltung
  • Zubehör für Auftritte (Licht- und Musikanlage)
  • Miete für Probenraum, Lager, Werkstatt und Büro
  • Versicherungen
  • Vorfinanzierung für neue Anschaffungen
  • KFZ (momentan VW-Transporter)
  • Steuern und Sozialversicherungsabgaben
  • Fahrzeit zum Auftrittsort
  • Erfahrung
  • und zu guter letzt: Der Auftritt selbst

All dies setzt eine professionelle Rangehensweise voraus. Übrigens ist eine 60-80 Stunde keine Seltenheit. Wie lautet die Definition von Selbständigkeit? Selbst und Ständig!


Wie lange sind eure Auftrittszeiten?
Als Standard bieten wir zwei Möglichkeiten an: 1-3 Sets á 30 Minuten oder 4-5 Sets á 30 Minuten. Je nach Veranstaltung und Einsatzmöglichkeit kann das aber variieren. Die Herde der Maschinenwesen ist z. B. mit 1-2 Sets á 60-90 Minuten deutlich länger unterwegs als unsere anderen Walking Acts.


Bei was für Veranstaltungen tretet ihr auf?
Überall da, wo gute Unterhaltung geschätzt und benötigt wird. Eine kleine Übersicht ist bei den Angeboten zu finden. Ebenso haben wir bereits in verschiedenen Fernsehformaten, Filmproduktionen oder Musikvideos mitgewirkt. Sie dürfen uns aber auch gerne mit etwas Neuem überraschen.


Ihr seid aus München. Braucht ihr immer ein Hotelzimmer?
Übernachtungen immer nach Absprache. Im Raum München, Frankfurt, Köln, Berlin und Zürich/Basel können wir zudem privat übernachten.


Was braucht ihr vor Ort für Bedingungen?
Je nach Programm schicken wir vorab einen „technical rider“.


Was ist der Unterschied zwischen einer Show und einem Walkact?
Ein Walkact (auch Walk Act oder Walking Act) ist eine besondere Form des Theaterspiels, bei der die Akteure und das Publikum nicht durch die Bühnenrampe getrennt sind, sondern sich gemeinsam in einem Raum und auf einer Ebene bzw. inmitten der Veranstaltung befinden. Die Darsteller unterscheiden sich zum Teil nur durch Maske und Kostüm von den Zuschauern, zum Teil agieren sie auch ohne Verkleidung. Ein wichtiges Element ist der häufige und spontane Standortwechsel, der dieser Darstellungsform den Namen gibt. Walkacts sind meistens sehr flexibel und benötigen keine Bühnentechnik. Dadurch können sie vielseitig im Gala-, Event- und Kulturbereich eingesetzt werden. Die Übergänge zu Pantomime, Comedy und Artistik sind fließend bzw. können Teil des Walkacts sein. Ein Qualitätsmerkmal eines Walkacts ist die gelungene Einheit aus origineller Idee, Kostüm, Bewegungen, Interaktion mit dem Publikum und Schauspielarbeit. Verbreitet sind Walkacts auch zu Werbezwecken, wobei die Künstler einfach Publikum an den Stand des Werbetreibenden locken, selbst Werbezettel verteilen oder mit ihrer Kostümierung werben (Firmenlogos, Werbespots etc). Unsere Form der Walkacts basiert auf ausdrucksstarken, ungewöhnlichen Kostümen („visual oder physical theater“), die wir auf humorvolle Art zum Leben erwecken. Bei jeder Figur haben wir einen dazu passenden Charakter (Schauspiel) entwickelt, der sich auf eigene Art und Weise bewegt und agiert. Zum Teil improvisiert, zum Teil nach Regiebuch einstudiert bringen wir das Publikum zum Lachen und Staunen. Im Vordergrund steht immer die humorvolle Unterhaltung des Publikums. Im Gegensatz dazu benötigen wir für unsere Shows eine Auftrittsfläche, wie z. B. Bühne, Tanzboden oder eine sonstige vom Publikum einsehbare freie Fläche (und natürlich auch Platz für das Publikum). Unsere Shows benötigen meistens Ton- und Lichttechnik, die wir bei Bedarf auch mitbringen können. Ebenso brauchen wir einen festen Zeitrahmen während der Veranstaltung, um die Showeinlage gut präsentieren zu können.


Wie schreibt man foolpool?
Klein und zusammen (also bitte nicht FOOLPOOL oder Foolpool oder Fool Pool oder fool pool oder fool Pool etc). Richtig ist: foolpool


Wie viele Künstler/Akteure seid ihr bei foolpool und wie lange gibt es Euch schon?

Die Kurzfassung
Wir sind ein festes Team von fünf Leuten und einer Bürohilfe und arbeiten bei Bedarf mit fünf weiteren Gastspielern zusammen. Insgesamt gibt es foolpool seit über 25 Jahren. Damals noch mit drei Leuten (Armin, Klemens und Max) als “Begnackte Körper” unterwegs haben wir uns 1999 in “foolpool” umbenannt und mit Marcus und Piko erweitert.

Die ausführliche Fassung (wen es interessiert)
„Tschuldigung – ich muss da ran.“ – zum x-ten Male wird unser Interview vom Klingeln des Produktionshandies gestört. Professionell nimmt Piko Patrik Leins den Anruf entgegen und wird – im Gegensatz zu den früheren Telefonaten ganz aufgeregt. „Japan“ wiederholt er für sich und für seine vier Kollegen, „Daidogai“, „Shizuoka“. „Wir sind zu Weltmeisterschaft der Straßenkünstler im Oktober geladen.“ Piko freut sich. „Wieder mal nach Japan“ – das rockt.

Doch beginnen wir am Anfang, drehen die Zeit zurück: Beginn des Interviews: Gymnasien – auch die in Bayern – sind nicht mehr oft die Stätte des „vitae discimus“ – dem Lernen für das Leben. In diesem Fall begann vor 25 Jahren die Erfolgsstory aber genau dort: An der Brutstätte des bajuwarischen Hochgeistes in der östlichsten Provinz. Eingekesselt von hohen Bergen, durchzogen von getunten Golfs. Zwischen Kuhdung und Kleinindustrialisierung. Idylle pur. Dort wo die Kinder Marihuana noch für eine seltene Teesorte halten und gerne in die Schule gehen, denn dort gibt es wenigstens einen Fernseher.

Doch halt, jedem dem nun sofort die Schlagworte Zirkus AG oder Schultheater in den Sinn kommen, der irrt. In mehrfacher Hinsicht. Denn nicht DURCH die Schule, sondern TROTZ der Schule haben sich die jungen Männer zusammengefunden von denen hier die Rede sein soll.

Zunächst drei Jungs die unterschiedlicher nicht sein können. Der eine, Armin Nagel, eher der Typ Solo ohne Han. Eifrig übt er seine virtuosen Balljonglagen. An der Spitze ist es einsam und es scheint dem Ballkünstler sogar recht zu sein. Der zweite, Max Auerbach, Typ „Q“. Er liebt es stundenlang in der Werkstatt zu stehen und an der Perfektionierung der unmöglichsten Requisiten zu schrauben. Pragmatisch wie er ist, denkt er gar nicht an die Spitze. Und dann der dritte. Klemens Brysch. Üben zwecklos, Kommunikation ist alles. Kein Prinz, aber aus Zamunda. Nicht Virtuosität, nicht Hammer oder Sichel, sondern aktives Zugehen auf das Publikum, was man aber auch erst können muss.

In der Nachbarstadt Salzburg gastiert Andre Heller mit seinem chinesischen Zirkusspektakel. Das schindet bei den Newcomern der Zirkuskunst Eindruck und animiert zum ersten Namen der Gruppe. „Die Begnackten Körper“ werden in der südostbayerischen Alpenregion bald zum Synonym für durchgedrehte Unterhaltungskomik und Jonglage.

Das besondere dieser Gruppe ist die Unterschiedlichkeit der Charaktere, die aber die ganze Bandbreite ihrer Kreativität und ihres Können in den gemeinsamen Pool werfen. Bald schon wird der alte Name zu klein. Aus dem vielschichtigen Konglomerat wird ein pool aus fools – foolpool. (Übrigens klein und zusammen geschrieben.)

Und da in einem Pool mehr Leute schwimmen können, stoßen 1999 Piko Patrik Leins und Marcus Khashoukgi dazu. Piko, der Schubeck in Büro und Bühne. Perfektionismus und erlesene Gewürze. Vom frühen Morgen bis spät nachts: dirigieren, digitalisieren, den FlicFlac im Blut und das Hochseil unter den Füssen. Marcus dagegen ist die Pipi Langstrumpf. Ex-Punk und liebevoller Vater. Ideenbrunnen gespeist aus den Erfahrungen so mancher Nacht, die andere nicht einmal zu träumen wagen.

„Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf die ewig gleichen Nummern und dann hab ich nachgedacht.“ Marcus erzählt bescheiden von seinen neuen Ideen: Den Walkact schlechthin hat er „geboren“: Die Gentlemen“. Zusammen mit den „Quassler“, das war die Idee von Piko, sorgen sie seit Jahren auf Messen, Galas und Kulturfestivals für Furore. Das Konzept der künstlerischen Reduktion geht auf – leider ist ein solches Konzept sehr anfällig für Plagiate und schon bald quält die Vollblut-Künstler die Auseinandersetzung mit diebischen Kollegen, Rechtsanwälten und juristischem Krams.

Doch ungeachtet dessen setzen die foolpooler noch einen drauf. „Die Neandertaler“ – Auch hier steht die Reduktion im Vordergrund. Das pure Spiel und das Spiel mit den Zuschauern ist der Dreh- und Angelpunkt der Darbietung. Hier reicht es nicht aus, ein aufwendiges Kostüm spazieren zu tragen. Nur mit Fellen bekleidet, spiegeln die Komiker dem erstaunten und amüsierten Publikum, das Unding der Zivilisation wieder. Und das auch noch mit einem Holzrad gegen das jede Harley-Davidson blass aussieht.

Beinhaltet schon eine Performance wie „Die Quassler“ eine unterhaltsame Zivilisationskritik, so sind die „Neandertaler“ die volle Brechtsche Breitseite, doch ohne Zeigefinger. Das Tier im Menschen wird zum Gegenstand der Performance und der Zuschauer, die Zuschauerin lacht befreit auf, wenn er seine Urtriebe Fleisch geworden über das Bürgerfest XY flitzen sieht.

Und dann ist da auch noch ein Superheldenprogramm: Eine Comedyshow für die Bühne und die Straße. Es geht um die „Servicegesellschaft“. Genauer: Um den Service, den jeder will und keiner braucht. Die Helden in der Servicewüste: Die Service Superhelden”. Blitzschnell kommen sie mit ihren schicken Dienstmobilen angedüst und dienstleisten alles in Grund und Boden. Superhelden eben. Kurz und prägnant: Ein Muss im Zeitalter der Dienstleistung.

Keiner weiß was uns die Zukunft bringt – quasselnde Hochtechnisierung oder der flashback in die Steinzeit – sicher ist, dass es schon wieder ein neues Programm der Komikertruppe foolpool gibt: Die Herde der Maschinenwesen. Max und Marcus at-its-best! Schrauben, bauen, schweißen, entwickeln, basteln, alte Fahrräder auseinander nehmen. Nach einem Jahr war der Prototyp fertig. Nach zwei Jahren acht weitere Herdentiere. Langsam ziehen sie vorbei. Stampfend, mampfend, dampfend. Ritzel rotieren, Ketten klirren, metallische Augen leuchten. Hirten versuchen die Herde stählerner Kreaturen auf Kurs zu halten. Ein Walkact an der Schnittstelle zu mobilem Theater und Kunstinstallation.
Ein Stück Entschleunigung, Langsamkeit und Dauer.

Und das nächste Programm wartet bereits darauf realisiert zu werden!


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